Home Nachhaltigkeitsleistung Profilindikatoren

Profilindikatoren

alle öffnen alle schließen
1. Strategie und Analyse

1.1
Erklärung des CEO zum Stellenwert der Nachhaltigkeit für die Organisation und im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung

Siehe hier.

1.2
Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen (Hauptauswirkungen der Organisation auf die Nachhaltigkeit und die Folgen für die Stakeholder, Auswirkungen von Nachhaltigkeitstrends, -risiken und -chancen auf die langfristige Entwicklung der Organisation)

Siehe hier.

2. Organisationsprofil

2.1
Name der Organisation

Commerzbank AG.

2.2
Wichtigste Marken, Produkte beziehungsweise Dienstleistungen

Die Commerzbank ist führend bei Privat- und Firmenkunden in Deutschland. Ihren Kunden steht mit künftig rund 1 200 Filialen eines der dichtesten Filialnetze aller privaten Banken in Deutschland zur Verfügung. Der Fokus der Geschäftstätigkeit ist auf die vier Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe gerichtet, die als sogenannte Kernbank das Herzstück der Commerzbank bilden. Dazu kommen im Segment Asset Based Finance das assetbasierte Kreditgeschäft in den Bereichen Immobilien-, Staats- und Schiffsfinanzierung sowie das Real Estate Asset Management. Die nicht zum Kerngeschäft gehörenden Portfolios werden im Segment Portfolio Restructuring Unit wertschonend abgebaut.

2.3
Organisationsstruktur einschließlich der Hauptabteilungen, der verschiedenen Betriebsstätten, Tochterunternehmen und Joint Ventures

Der Commerzbank-Konzern gliedert sich in die Segmente

  • Privatkunden
  • Mittelstandsbank
  • Central & Eastern Europe
  • Corporates & Markets
  • Asset Based Finance
  • Portfolio Restructuring Unit

Eine Übersicht dieser Segmente und ihrer operativen Einheiten findet sich im Geschäftsbericht 2010 auf der Seite U4. Der Geschäftsbericht enthält auch eine Übersicht aller im Geschäftsjahr 2010 erstkonsolidierten Tochtergesellschaften, Zweckgesellschaften und Fonds sowie eine vollständige Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns.

2.4
Hauptsitz der Organisation

Der Sitz der Commerzbank AG befindet sich in Frankfurt am Main.

2.5
Anzahl der Länder, in denen die Organisation tätig ist

In Deutschland steuert die Commerzbank AG von ihrer Zentrale in Frankfurt am Main aus ein flächendeckendes Filialnetz. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die Eurohypo AG, die comdirect bank AG, die Commerz Real AG und die Deutsche Schiffsbank AG. Im Ausland ist die Bank mit 8 wesentlichen Tochtergesellschaften, 25 operativen Auslandsniederlassungen und 32 Repräsentanzen in 50 Ländern vertreten (siehe Geschäftsbericht 2010).

Dieser Nachhaltigkeitsbericht konzentriert sich auf die Commerzbank AG Inland (siehe 3.6).

2.6
Eigentümerstruktur und Rechtsform

Die Commerzbank AG ist eine Aktiengesellschaft (AG) nach deutschem Recht. Zum 31. Dezember 2010 befand sich etwas mehr als die Hälfte der Commerzbank-Aktien im Besitz von institutionellen Investoren; der Rest entfiel auf überwiegend in Deutschland beheimatete Privataktionäre und die Großaktionäre Allianz, Generali sowie den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). (Siehe Geschäftsbericht 2010).

Aktionärsstruktur nach Typen

Aktionärsstruktur nach Typen

Aktionärsstruktur nach Regionen

Aktionärsstruktur nach Regionen

2.7
Märkte, in denen die Commerzbank tätig ist

Die Commerzbank ist führend bei Privat- und Firmenkunden in Deutschland und eine der bedeutendsten Banken Europas. Insgesamt hat die Commerzbank weltweit rund 15 Millionen Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden, davon rund 11 Millionen in Deutschland. Im Inland besitzt die Commerzbank ein flächendeckendes Filialnetz zur Betreuung aller Kundengruppen, im Ausland ist sie unter anderem an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt jedoch auf Europa (siehe Geschäftsbericht 2010).

Bei der Mittelstandsbank sind je Leistungsangebot zwischen 62 und 76% der Kunden mittelständische Unternehmen, der übrige Anteil entfällt auf Großunternehmen. In allen Geschäftsfeldern der Mittelstandsbank entfallen über 90%der Umsätze auf Deutschland. Im Privatkundengeschäft, zu dem auch das Wealth Management und die Betreuung von Geschäftskunden zählen, entfallen je nach Leistungsangebot zwischen 46 und 84% auf Privatkunden. Details zur Kundenverteilung bei der Mittelstandsbank und im Privatkundengeschäft sind unter Punkt FS6 dargestellt.

2.8
Größe der berichtenden Organisation

Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag Ende 2010 bei 6,6 Milliarden Euro (Vorjahr 7,0 Milliarden Euro), das Konzernergebnis betrug 1 430 Millionen Euro (Vorjahr –4 537 Millionen Euro). Die Bank betreut weltweit rund 15 Millionen Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden, davon rund 11 Millionen in Deutschland. Zum Jahresende 2010 hatte der Konzern 59 101 Mitarbeiter und die Commerzbank AG 39 695 Mitarbeiter (siehe Geschäftsbericht 2010 in den Kapiteln die neue Commerzbank, Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Corporate Responsibility).

2.9
Wesentliche Veränderungen der Größe, Struktur oder Eigentumsverhältnisse im Berichtszeitraum

2010 vollzog die Commerzbank wesentliche Schritte bezüglich der Integration der Dresdner Bank, unter anderem im Hinblick auf die Markenmigration, die Integration der Investmentbank und aller Auslandseinheiten sowie die Personalintegration (siehe 3.1 und 3.10 sowie Geschäftsbericht 2010). Bedingt durch die Zusammenführung der Banken sind die Daten für 2010 in vielen Bereichen nicht direkt mit den Daten früherer Jahre vergleichbar. In solchen Fällen enthält der Bericht nur die Daten des Jahres 2010. Ansonsten gab es in den meisten Fällen keine relevanten Änderungen der Informationsdarstellung; die Ausnahmen sind an der entsprechenden Stelle explizit vermerkt.

2.10
Im Berichtszeitraum erhaltene Preise

Die Commerzbank erhielt unter anderem folgende Preise und Auszeichnungen:

  • Digita-Preis: Lernprogramm zur Informationssicherheit
  • Beste Mittelstandsbank, Focus Money (Heft 05/2010)
  • Beste Direktbank: comdirect bank AG, Wirtschaftswoche
  • iF-Award: Neues Markenzeichen
  • BCP-Award: Mitarbeitermagazin
  • Inkom-Grandprix: Mitarbeitermagazin
  • Vision-Awards: Geschäftsbericht
  • Vermögensverwaltung: „sehr gut“ (07/2010), Test des Magazins Euro, Private Banking
  • Red-Dot-Design-Award: Geschäftsbericht
  • Red-Dot-Design-Award: Neues Markenzeichen
  • Beste Mittelstandsbank Internationales Geschäft, Impulse (08/2010)
  • Employee Involvement Association (EIA), Seer-Award: Finance, News and Business Service
  • Deutscher PR-Preis: comdirect bank AG, Nachhaltigkeitskommunikation/ CSR
  • Deutscher PR-Preis: Beste B2B-Kommunikation
  • Pass Online-Banking-Awards, comdirect bank AG: Bester Broker
  • Herausragende Vermögensverwaltung, Focus Money und n-tv
  • Max-Spohr-Preis: Diversity
  • Econ-Special-Award: Personalbericht

Eine vollständige Übersicht der Preise und Auszeichnungen ist im Geschäftsbericht 2010 dargestellt.

3. Berichtsparameter

Berichtsprofil

3.1
Berichtszeitraum

Der Berichtszeitraum ist der 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010. Quantitative Informationen und Kennzahlen sind für diesen Zeitraum dargestellt, und in vielen Fällen werden auch Vergleichszahlen aus vorhergehenden Jahren angegeben. Besonders im Hinblick auf Personalkennzahlen liegt jedoch aus systemtechnischen Gründen im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank oft keine vergleichbare Datenbasis für 2009 oder früher vor. Zusätzlich zur quantitativen Information zu diesem formalen Berichtszeitraum wurden relevante Ereignisse noch bis zum Redaktionsschluss am 30. Juni 2011 aufgenommen.

3.2
Veröffentlichung des letzten Berichts

Der letzte ausführliche Bericht zur unternehmerischen Verantwortung der Commerzbank wurde 2009 veröffentlicht, der letzte Statusbericht zur unternehmerischen Verantwortung im Jahr 2010 (siehe auch Punkt 3.3 unten).

3.3
Berichtszyklus

Die Commerzbank veröffentlicht alle zwei Jahre einen ausführlichen Bericht zur unternehmerischen Verantwortung. Seit 2010 werden außerdem in den Zwischenjahren wesentliche Kennzahlen und relevante Entwicklungen in einem im Internet publizierten Statusbericht dargestellt.

3.4
Ansprechpartner für Fragen zum Bericht und seinem Inhalt

Siehe hier.

Berichtsumfang und -grenzen

3.5
Die Vorgehensweise bei der Bestimmung des Berichtsinhalts

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Berichts wurden in einer zweitägigen Reihe von Workshops definiert, indem die für die Commerzbank und ihre Anspruchsgruppen relevanten Themenbereiche und Indikatoren zur Nachhaltigkeit gemäß den GRI-Kriterien ermittelt wurden. Grundlage der Arbeit in den Workshops waren die in den GRI-Richtlinien aufgeführten Prüfaussagen zur Wesentlichkeit für externe Anspruchsgruppen und das Unternehmen selbst. Bei der Erhebung der Berichtsinformationen durch die einzelnen Fachabteilungen erhielten dann diejenigen Themen und Indikatoren ein besonderes Gewicht, die in den Workshops sowohl für die externen Stakeholder wie für bankinterne Gruppen als besonders relevant eingestuft worden waren. In diesen Fällen wurden außer den zur Erfüllung der GRI-Anforderungen notwendigen Kennzahlen noch umfangreichere qualitative Kontextinformationen erhoben. Die vertiefte Darstellung der entsprechenden Themen im vorliegenden Bericht verdeutlicht diese Schwerpunkte.

3.6
Berichtsgrenze

Die im Bericht enthaltenen Kennzahlen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf die Commerzbank AG in Deutschland. Ausgewählte Konzerngesellschaften wie die BRE Bank, die comdirect Gruppe und die Eurohypo werden exemplarisch vorgestellt.

3.7
Geben Sie besondere Beschränkungen des Umfangs oder der Grenzen des Berichts an

Es bestehen keine besonderen Beschränkungen.

3.8
Berichterstattungsgrundlagen zu Joint Ventures, Tochterunternehmen, gepachteten Anlagen und ausgelagerten Tätigkeiten sowie anderen Einheiten, die die Vergleichbarkeit der Berichtszeiträume oder der Angaben für verschiedene Organisationen erheblich beeinträchtigen können

Im Berichtszeitraum gab es keine entsprechenden Änderungen in der Konzernstruktur, die die Berichterstattung erheblich beeinträchtigt hätten (siehe 2.9).

3.9
Erhebungsmethoden und Berechnungsgrundlagen für Daten, die für Indikatoren und andere Informationen im Bericht verwendet werden, einschließlich der den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen und Techniken

Die Richtlinien und Messvorschriften der G3-Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) wurden angewandt, wo immer die Datenlage dies zuließ. Die im Bericht publizierten Kennzahlen wurden von den einzelnen Fachabteilungen erhoben beziehungsweise die Umweltkennzahlen durch das Umweltmanagementsystem erfasst und von der Abteilung Reputations- und Nachhaltigkeits-Management zusammengestellt.

3.10
Erläutern Sie, welche Auswirkungen die neue Darstellung von Informationen aus alten Berichten hat und warum die Informationen neu dargestellt wurden

2010 hat die Commerzbank wesentliche Meilensteine bezüglich der Integration der Dresdner Bank erreicht, neben der Markenintegration und der Integration der Investmentbank und aller Auslandseinheiten unter anderem auch die personelle Integration der beiden Häuser (siehe Geschäftsbericht 2010). Dadurch sind die Daten für das Jahr 2010 in verschiedenen Bereichen nicht direkt mit den Daten der Vorjahre vergleichbar. In solchen Fällen enthält der Bericht nur die Daten des Jahres 2010. Abgesehen davon gab es in den meisten Fällen keine relevanten Änderungen der Informationsdarstellung; Ausnahmen sind an der entsprechenden Stelle explizit vermerkt.

3.11
Wesentliche Veränderungen des Umfangs, der Berichtsgrenzen oder der verwendeten Messmethoden gegenüber früheren Berichtszeiträumen

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen bezüglich des Umfangs der Berichterstattung und der Messmethoden. Falls in Einzelfällen eine neue Messmethode zur Verwendung kam, wurde dies beim jeweiligen Indikator vermerkt. Die Berichtsgrenze im vorhergehenden Bericht ist die Commerzbank AG Inland. Der Einfluss der Integration der Dresdner Bank auf die Vergleichbarkeit der Datengrundlage ist unter Punkt 2.9 beschrieben.

GRI-Inhaltsindex

3.12
Der Index gibt in Form einer Tabelle an, an welcher Stelle im Bericht die Standardangaben enthalten sind

Der ausführliche Performanceteil des Commerzbank-Berichts zur unternehmerischen Verantwortung 2011 ist entsprechend den Vorgaben der G3-Richtlinien der Global Reporting Initiative gegliedert. Er dient damit gleichzeitig als GRI-Inhaltsindex.

Bestätigung

3.13
Richtlinien und zurzeit angewendete Praxis im Hinblick auf die Bestätigung des Berichts durch externe Dritte

Der vorliegende Bericht wurde nicht durch externe Dritte geprüft, jedoch sind die Umweltdaten verifiziert, das Umweltmanagementsystem zertifiziert und die Daten im Geschäftsbericht 2010 testiert.

4. Governance, Verpflichtungen und Engagement

Die Darstellung der ökonomischen Leistung und Unternehmensführung der Commerzbank erfolgt insbesondere, ausführlich und regelmäßig im Rahmen der Finanzberichterstattung (Geschäfts- und Zwischenberichte). Daher haben wir im Folgenden den Schwerpunkt der Darstellung auf ökologische und soziale/ gesellschaftliche Leistung und Unternehmensführung der Commerzbank gelegt.

Corporate Governance

4.1
Unter Corporate Governance wird hier die Führungsstruktur der Organisation verstanden. Dazu zählen auch Ausschüsse unter dem obersten Leitungsorgan, die für bestimmte Aufgaben, wie zum Beispiel die Erarbeitung von Strategien oder die Aufsicht über die Organisation, zuständig sind

Siehe hier und Geschäftsbericht 2010 (ausführlicher Corporate-Governance-Bericht).

4.2
Geben Sie an, ob der Vorsitzende des höchsten Leitungsorgans gleichzeitig Geschäftsführer ist

Nein. Zum 31. Dezember 2010 war Klaus-Peter Müller Vorsitzender des Aufsichtsrats und Martin Blessing Vorstandsvorsitzender, siehe Geschäftsbericht 2010 in den Kapiteln Mitglieder des Aufsichtsrats und das Vorstandsteam.

4.3
Für Organisationen ohne Aufsichtsrat geben Sie bitte die Anzahl der Mitglieder des höchsten Leitungsorgans an, die unabhängig oder keine Mitglieder der Geschäftsführung sind

Dies trifft für die Commerzbank nicht zu, da sie einen Aufsichtsrat besitzt.

4.4
Mechanismen für Inhaber von Anteilen und für Mitarbeiter, um Empfehlungen oder Anweisungen an das höchste Leitungsorgan zu adressieren

Ein Mal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über – soweit ausgewiesen – die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme. Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Auf der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Eine außerordentliche Hauptversammlung kann auch auf Antrag der Aktionäre einberufen werden. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge (siehe Geschäftsbericht 2010).

Zehn von den aktuell zwanzig Mitgliedern des Aufsichtsrats werden von den Arbeitnehmern gewählt. Einer der Ausschüsse des Aufsichtsrats ist der gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildete Vermittlungsausschuss. Er musste auch im Geschäftsjahr 2010 nicht zusammentreten (siehe Geschäftsbericht 2010.

4.5
Zusammenhang zwischen der Bezahlung der Mitglieder des höchsten Leitungsorgans, der leitenden Angestellten und der Mitglieder der Geschäftsführung (einschließlich Abfindungen) und der Leistung der Organisation (einschließlich der gesellschaftlichen/ sozialen und der ökologischen Leistung)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich zu einer festen Vergütung und Sitzungsgeld auch eine variable Vergütung, die an die ausgezahlte Dividende gekoppelt ist. Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividende gezahlt hat, ist die variable Vergütung für das Jahr 2010 entfallen.

Im Hinblick auf den Vorstand umfasst das neue Vergütungssystem als Kernbestandteile ein festes Jahresgrundgehalt sowie ein Short Term Incentive (STI) und ein Long Term Incentive (LTI) als variable Vergütungskomponenten. In den variablen Komponenten sind Elemente integriert, die sich auf den „Economic Value Added“ beziehen, das heißt auf den Konzernüberschuss nach Steuern abzüglich der Kapitalkosten der Bank, sowie aktienbasierte Komponenten. Den aufsichtsrechtlichen Vorgaben folgend wurde im Vergleich zur bisherigen Vorstandsvergütung der Anteil der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) deutlich reduziert. Das feste Grundgehalt und insbesondere die langfristigen Vergütungselemente wurden im Gegenzug angehoben. Die langfristige Komponente kommt erst nach vier Jahren zur Auszahlung. Negative Entwicklungen im Laufe dieser Periode reduzieren zudem die Ansprüche aus dem LTI (Malus). Damit wird die Vergütung an den langfristig erreichten Erfolg der Bank geknüpft (siehe Geschäftsbericht 2010 in den Kapiteln Vergütungsbericht und Vorstand).

Außerdem fließt die Kundenloyalität – gemessen am Net Promoter Score, der Kennzahl zur Quantifizierung der Weiterempfehlungsbereitschaft – seit Juli 2010 in die variable Vergütung der leitenden Angestellten des Privatkundensegments ein.

4.6
Bestehende Mechanismen, mit Hilfe derer das höchste Leitungsorgan sicherstellen kann, dass Interessenkonflikte vermieden werden

Gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt offengelegt (siehe Geschäftsbericht 2010).

4.7
Herangehensweise zur Bestimmung der Qualifikation und der Erfahrung der Mitglieder des höchsten Leitungsorgans, um die Strategie der Organisation in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales zu lenken.

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, während der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens entwickelt und sie mit dem Aufsichtsrat abstimmt (siehe Geschäftsbericht in den Kapiteln Vorstand und Aufsichtsrat).

Das Anforderungsprofil für Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank AG kann auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de eingesehen werden.

Ziel ist es, den Aufsichtsrat so zu besetzen, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung der Geschäftsführung der Bank durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.

Im Bereich Wirtschaft werden explizite Anforderungen formuliert. Das Anforderungsprofil für Aufsichtsratsmitglieder schließt dabei Anforderungen im Hinblick auf Verständnis des Bankgeschäfts, Fähigkeiten zum Verständnis und zur Beurteilung der dem Aufsichtsrat vorgelegten Berichte, der Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Rechtmäßigkeit der zu bewertenden Geschäftsentscheidungen sowie der Jahresabschlussunterlagen und kaufmännische Erfahrungen ein. In Bezug auf soziale Aspekte ist relevant, dass das Anforderungsprofil vorsieht, Kandidaten vorzuschlagen, die durch ihre Integrität, Leistungsbereitschaft, Unabhängigkeit und Persönlichkeit in der Lage sind, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einer international tätigen Geschäftsbank wahrzunehmen und das Ansehen der Commerzbank in der Öffentlichkeit zu wahren. Bei den Wahlvorschlägen ist ferner auf Vielfalt (Diversity) zu achten und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Außerdem ist durch die Wahl eines Teils der Aufsichtsratsmitglieder durch die Arbeitnehmer die Wahrung der Mitarbeiterperspektive gesichert. Explizite Anforderungen im Hinblick auf Kenntnisse zu Umweltfragen werden im Anforderungsprofil nicht genannt.

In Umsetzung der Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat ferner folgende konkrete Ziele beschlossen:

  • Erhöhung des Anteils von Frauen im Aufsichtsrat durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung 2013.
  • Beibehaltung zumindest eines internationalen Vertreters.
  • Berücksichtigung von Sachverstand und Kenntnis in Bezug auf die Bank.
  • Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.
  • Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder und Vermeidung von Interessenkonflikten.
  • Berücksichtigung der Altersgrenze von 72 Jahren.

4.8
Intern entwickelte Leitbilder, interner Verhaltenskodex und Prinzipien, die für die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/soziale Leistung der Organisation von Bedeutung sind, sowie die Art und Weise, wie diese umgesetzt werden

Die Commerzbank verfügt über eine Vielzahl von Leitlinien und anderen Lenkungsinstrumenten in Bezug auf das Management der ökonomischen wie auch der nicht finanziellen Leistungen der Bank. Details dazu finden sich im Geschäftsbericht 2010, auf der Commerzbank-Website www.commerzbank.de sowie in internen Dokumenten. Beispiele für wesentliche Leitlinien sind:

  • ComWerte (siehe hier)
  • Verhaltensrichtlinie (siehe hier)
  • Leitlinien zur unternehmerischen Verantwortung (siehe hier)
  • Seit November 2011 gültige überarbeitete Umweltleitlinien der Commerzbank (siehe hier)
  • Einkaufsrichtlinie, die Ethikrichtlinien einschließt (siehe hier)

Weitere Richtlinien und Positionspapiere – insbesondere zu Menschenrechten und Rüstungsgeschäften – sind auch im Nachhaltigkeitsportal der Commerzbank (www.nachhaltigkeit.commerzbank.de) unter der Rubrik Governance zusammengefasst.

4.9
Verfahren des höchsten Leitungsorgans, um zu überwachen, wie die Organisation die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/soziale Leistung ermittelt und steuert, einschließlich maßgeblicher Risiken und Chancen sowie der Einhaltung international vereinbarter Standards, Verhaltensregeln und Prinzipien

Im Hinblick auf die Gesamtleitung des Unternehmens, insbesondere mit Blick auf ökonomische Aspekte, gibt der Geschäftsbericht 2010 detailliert Auskunft. Die Aufgabenverteilung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat dabei wird zum Beispiel in den Kapiteln Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsbericht 2010.

Im Hinblick auf maßgebliche Risiken findet sich im Geschäftsbericht 2010 ein ausführlicher Konzernrisikobericht. Unter anderem werden Vorstand und Aufsichtsrat über die wesentlichen nicht quantifizierbaren Risiken (einschließlich Reputationsrisiken) der Commerzbank durch ein vierteljährliches Reporting informiert (siehe hier). Die Beurteilung von ökologischen, sozialen und ethischen Risiken im Rahmen des Reputationsrisiko-Managements fließt dabei in die Gesamtrisiko-Strategie und -Steuerung der Bank ein.

4.10
Verfahren zur Bewertung der Leistung des höchsten Leitungsorgans selbst, insbesondere im Hinblick auf die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/soziale Leistung

Eine Darstellung zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats findet sich im Geschäftsbericht 2010.

Verpflichtungen gegenüber externen Initiativen

4.11
Erklärung, ob und wie die Organisation den Vorsorgeansatz beziehungsweise das Vorsorgeprinzip berücksichtigt

Es ist ein wesentliches Ziel der Commerzbank, sicherzustellen, dass alle Risiken in der Bank vollständig und auf Basis adäquater Verfahren identifiziert, überwacht und gesteuert werden (siehe Geschäftsbericht 2010). Unter anderem stellt die Prüfung aller Finanzierungen und Geschäftsbeziehungen, bei denen ökologische, ethische oder soziale Aspekte eine wesentliche Rolle spielen, durch die Abteilung Reputations- und Nachhaltigkeits-Management der Commerzbank sicher, dass dem Vorsorgeprinzip Rechnung getragen wird (siehe hier). Dazu trägt auch die proaktive Haltung der Bank zum Schutz des Klimas bei, zu der auch eine umfassende Prüfung der Risiken und Chancen gehört, die sich für die Commerzbank im Zusammenhang mit Klimafragen ergeben (siehe Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Ökonomie).

4.12
Extern entwickelte ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/soziale Vereinbarungen, Prinzipien oder andere Initiativen, die die Organisation unterzeichnet beziehungsweise denen sie zugestimmt hat oder denen sie beigetreten ist

Die Commerzbank beteiligt sich an der Umsetzung einer Vielzahl von extern entwickelten Vereinbarungen, Prinzipien oder Initiativen. Wie zu Beginn des Berichtsteils „Governance, Verpflichtungen und Engagement“ ausgeführt, wird hier keine detaillierte Darstellung aller entsprechenden Punkte gegeben, sondern es wird ein Fokus auf ökologische und soziale/gesellschaftliche Themen gelegt. Wesentliche Beispiele sind:

  • „Aktionswoche Klima und Finanzen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
  • Bike + Business
  • Carbon Disclosure Project
  • Charta der Vielfalt
  • Dax-30-Erklärung zu „Frauen in Führungspositionen“
  • „Finanz-Forum: Klimawandel“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Transparency International
  • UN Global Compact

4.13
Mitgliedschaft in Verbänden (wie zum Beispiel Branchenverbänden) beziehungsweise nationalen/ internationalen Interessenvertretungen

Wie unter 4.12 erwähnt, werden im Folgenden nur wesentliche nicht finanziell fokussierte Vereinigungen und Interessensvertretungen genannt:

  • Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.)
  • Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB)
  • Netzwerk Büro- und Gebäudeökologie Rhein-Main (NBG)
  • Umweltforum Rhein-Main e.V.
  • Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU)

Einbeziehung von Stakeholdern

4.14
Liste der von der Organisation einbezogenen Stakeholdergruppen

Folgende Stakeholdergruppen sind für die Commerzbank besonders wesentlich:

  • Kunden
  • Lieferanten
  • Mitarbeiter
  • Medien
  • Nichtregierungsorganisationen
  • Gesellschaft
  • Kapitalmarkt
  • Politik und Gesetzgebung
  • Forschung und Wissenschaft
  • Anteilseigner

Siehe hier sowie die ausführliche Darstellung zu Stakeholderdialogen in der Rubrik „Governance“ im Nachhaltigkeitsportal der Commerzbank: www.nachhaltigkeit.commerzbank.de.

4.15
Grundlage für die Auswahl der Stakeholder, die einbezogen werden sollen

Die Commerzbank pflegt Beziehungen zu allen Organisationen und Gruppen, die Ansprüche, Wünsche oder Anregungen an das Unternehmen herantragen. Die unter 4.14 genannten Stakeholder sind für die Stakeholderdialoge der Bank als besonders wichtig identifiziert worden, da sie folgende Kriterien erfüllen:

  • die Stakeholdergruppe beeinflusst stark die ökonomische, ökologische oder gesellschaftliche Leistung der Commerzbank und/oder
  • die Stakeholdergruppe ist stark von der ökonomischen, ökologischen oder gesellschaftlichen Leistung der Commerzbank betroffen.

4.16
Ansätze für die Einbeziehung von Stakeholdern, einschließlich der Häufigkeit der Einbeziehung unterschieden nach Art und Stakeholdergruppe

Die Herangehensweise und die konkrete Umsetzung der Dialoge mit allen Stakeholdergruppen ist in der Rubrik „Governance“ im Nachhaltigkeitsportal der Commerzbank (www.nachhaltigkeit.commerzbank.de) jeweils detailliert beschrieben. Dort sind unter anderem die folgenden Dialogformen beschrieben (Auswahl): die Veranstaltungsreihe „Commerzbank im Dialog“ für die gesamte interessierte Öffentlichkeit sowie Kundenbefragungen, Kommunikation mit Lieferanten zur nachhaltigen Beschaffung und zur Ethikrichtlinie, regelmäßige Befragungen der Mitarbeiter, transparente und aktive Kommunikation mit den Medien, Bankendialogforum für Nichtregierungsorganisationen, Austausch zum gesellschaftlichen Engagement mit gemeinnützigen Organisationen, Analystengespräche und Investor’s Day für den Kapitalmarkt, die Veranstaltungsreihe „Politisches Frühstück“ in Berlin sowie der Austausch des Commerzbank Center of Competence Renewable Energies mit Politik- und Wissenschaftsvertretern.

Einige Details unter anderem zu den Berliner Veranstaltungsreihen „Commerzbank im Dialog“ und „Politisches Frühstück“ sowie „NRO-Bankendialogforum“ finden sich in den Abschnitten Nachhaltigkeit bei der Commerzbank und im CR-Programm. Unter Wertvolle Antworten und Produktverantwortung finden sich Informationen zu Kundenbefragungen. Weiterführende Informationen zur Initiative „UnternehmerPerspektiven“ für Firmenkunden finden sich im Abschnitt Schub für den Mittelstand, Informationen zu Mitarbeiterbefragungen unter Arbeitspraktiken und Beschäftigung; zum Austausch zwischen dem Center of Competence Renewable Energies und der Wissenschaft informieren Sie sich im Abschnitt Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien.

4.17
Wichtige Fragen und Bedenken, die durch die Einbeziehung der Stakeholder aufgeworfen wurden und Angaben dazu, wie die Organisation auf diese Fragen und Bedenken – auch im Rahmen ihrer Berichterstattung – eingegangen ist

Die Inhalte der Dialoge mit den verschiedenen Stakeholdergruppen, die auf die Interessen und Rückmeldungen dieser verschiedenen Gruppen eingehen, sind detailliert in der Rubrik „Governance“ im Nachhaltigkeitsportal der Commerzbank (www.nachhaltigkeit.commerzbank.de) und in diesem Bericht, differenziert nach Stakeholdergruppen, beschrieben.

Dies betrifft insbesondere die Ergebnisse und Konsequenzen der verschiedenen Mitarbeiterbefragungen (siehe Arbeitspraktiken und Beschäftigung) sowie der Befragungen der Privatkunden (siehe Wertvolle Antworten) und Firmenkunden (siehe Produktverantwortung).

Zurück zu: UN Global Compact Lesen Sie weiter: Leistungsindikatoren