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Nachhaltigkeit – Erfolgsfaktor mit bleibendem Wert

Nachhaltigkeit bei der Commerzbank (Bild)
Als eines der wichtigsten Finanzinstitute Deutschlands stellt sich die Commerzbank ihrer unternehmerischen Verantwortung und setzt sich im eigenen Haus ebenso wie nach außen für nachhaltiges Wirtschaften ein. Im Berichtszeitraum hat die Bank auf diesem Gebiet erneut messbare Fortschritte erzielt.

Die Bank richtet Strukturen und Prozesse sorgfältig darauf aus, den eigenen und externen Ansprüchen an verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln gerecht zu werden. Für das Tagesgeschäft geben Werte und Leitlinien eine klare Richtung vor. Die Erwartungen und Bedürfnisse ihrer Anspruchsgruppen erkundet die Bank im systematisch geführten Dialog mit ihren Stakeholdern. Das Management von Corporate Responsibility (CR) ist Aufgabe einer eigenen Organisationseinheit: Die Abteilung Reputations- und Nachhaltigkeits-Management ist in der Konzernkommunikation angesiedelt und gehört damit zum Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden.

Positive Nachhaltigkeitsbeiträge geleistet, Belastungen reduziert

Die Commerzbank ist führend bei Privat- und Firmenkunden in Deutschland und hat durch ihr Geschäft sowie ihren Betrieb wesentliche ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen. Die Rolle der Bank in der Volkswirtschaft ist unter anderem durch zwei zentrale Faktoren geprägt: Zum einen ist die Commerzbank ein wichtiger Finanzpartner des deutschen Mittelstands, zum anderen ist sie als Marktführer bei der Abwicklung des deutschen Außenhandels ein wesentlicher Dreh- und Angelpunkt der Finanzierung der deutschen Außenwirtschaft.

In ökonomischer wie auch sozialer Hinsicht ist die Commerzbank AG als Arbeitgeber von aktuell über 39 000 Menschen allein in Deutschland eine bedeutende Größe. Es ist ein wesentlicher Erfolg der bereits weitgehend abgeschlossenen Integration der Dresdner Bank, dass der damit verbundene Abbau von rund 9 000 Vollzeitstellen sozialverträglich, also ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen, bei Erreichen der vereinbarten Ziele durchgeführt werden soll. Mit ihrem Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien in Hamburg zählt die Commerzbank zu den weltweit größten Finanzierern von Projekten in dem für die Energiewende so wichtigen Markt der Erneuerbaren Energien. Sie leistet so ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Gesamtentwicklung Deutschlands. Ihre Klimastrategie bündelt sämtliche Aktivitäten, gibt die Richtung für künftige Schritte vor und positioniert das Unternehmen beim gelebten Klimaschutz in der Öffentlichkeit. Ein Ziel der Klimastrategie hat die Commerzbank bereits erreicht: Die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen um 30 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2007 war für 2011 geplant – tatsächlich wurden die CO2-Emissionen schon Ende 2010 nahezu halbiert. Die Integration der Dresdner Bank ist hierbei bereits berücksichtigt.

Chancen und Risiken im Blick

Die aktuellen Entwicklungen bei gesellschaftlich akzeptierten Nachhaltigkeitszielen beeinflussen die Chancen und Risiken der Commerzbank im Markt.

Mit Nachhaltigkeitsfragen verbundene Risiken fließen insbesondere über das Reputationsrisiko-Management in die Gesamtrisiko-Strategie und -Steuerung der Bank ein (siehe hier).

Chancen ergeben sich aus dem zunehmend geforderten gesellschaftlichen Engagement zum Klimaschutz und der gerade eingeleiteten Energiewende. Die Dekarbonisierung der Wirtschaft erfordert neue Technologien und Produkte – vielfach sind hier deutsche Unternehmen führend. Als wichtiger Mittelstandsfinanzierer ist die Commerzbank sehr gut positioniert, um das Wachstum dieser Technik-Pioniere auch weiterhin zu begleiten.

Die Umstellung der deutschen Energieversorgung auf erneuerbare Energieträger ist mit hohen Investitionen verbunden. Der geplante Ausbau des Engagements in diesem Bereich bietet Ertragschancen für die Bank, zumal sie über Jahrzehnte die nötige Expertise aufgebaut hat und inzwischen auch im Geschäft mit Offshore-Windanlagen tätig ist. Diese Anlagen werden künftig eine wesentliche Rolle für die Stromversorgung spielen. Das Engagement der Commerzbank für die Finanzierung von Erneuerbaren Energien in Höhe von rund 4,4 Milliarden Euro Mitte 2011 soll sich in den kommenden Jahren verdoppeln.

Analog zum europäischen Emissionshandel werden in den kommenden Jahren voraussichtlich weitere internationale Systeme für den Handel mit CO2-Zertifikaten entstehen. Als international tätige und in diesem Geschäftsfeld bereits erfahrene Bank ist die Commerzbank zudem darauf vorbereitet, für ihre Kunden den Handel mit Emissionsrechten abzuwickeln und ihnen beratend zur Seite zu stehen.

Werte bieten Orientierung

Die Commerzbank will die beste Bank in Deutschland werden und damit erste Wahl für Kunden, Mitarbeiter und Investoren sein. Bei allem Ehrgeiz, hochgesteckte betriebswirtschaftliche Ziele zu erreichen, will die Bank ihre Verantwortung gegenüber den Menschen, der Gesellschaft und der Umwelt wahrnehmen. Deshalb folgen Unternehmensleitung und Mitarbeiter gemeinsamen Wertvorstellungen. Die sogenannten ComWerte schaffen eine verbindliche, verbindende Unternehmenskultur und geben Orientierung für die tägliche Arbeit in einer globalisierten Welt. Der Wertekanon umfasst folgende Werte:

  • Leistung: Individuelle und teamorientierte Leistung bilden die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg der Bank.
  • Respekt und Partnerschaftlichkeit: Diese Werte prägen die Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitern und Partnern.
  • Marktorientierung: Die Bank denkt und handelt marktorientiert; entscheidend sind dabei die Bedürfnisse und Ziele der Kunden.
  • Teamgeist: Zusammenarbeit bedeutet für die Mitarbeiter Teamgeist. Weil sie sich als Gemeinschaft den Herausforderungen stellen, können sie sich gemeinsam über die Erfolge freuen.
  • Integrität: Sie ist das wichtigste Gut des Unternehmens und Grundlage des in die Commerzbank gesetzten Vertrauens.

Bei der Integration der Dresdner Bank bewährte sich dieses Wertegerüst als verlässlicher Orientierungsrahmen. Seit 2009 hat die Bank mehr als 4 000 Workshops für Führungskräfte und Mitarbeiter durchgeführt, um das emotionale und kulturelle Zusammenwachsen zu unterstützen. Gezielt an Führungskräfte aller Hierarchieebenen richteten sich Kompetenz- und Sensibilisierungs-Workshops: Rund 3 800 Führungskräfte wurden auf ihre Rolle als Change-Agent vorbereitet. Zielgruppe der Workshops „Team“ und „Kultur“ waren die neu zusammengesetzten Teams. In diesen Workshops arbeiteten sie gezielt an kulturellen Gemeinsamkeiten, kulturellen Unterschieden und der nachhaltigen Teambildung.

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